Bauteil-Rückverfolgung

Zusammenführung der Prozessdaten mit Qualitätsdaten über eine Rückverfolgbarkeit entlang der Prozesskette

Bauteil-Rückverfolgung in der Produktionswirtschaft

Rückverfolgbarkeit entlang der Prozesskette im Gießereiwesen

Die Bauteilrückverfolgung stellt in der Industrie einen wichtigen Faktor dar, birgt ein effizientes System doch großes Einsparpotential hinsichtlich Prozessoptimierung, Beschleunigung von Rückrufen, Erhöhung der Prozesstransparenz, Fehlerbeseitigung und Einhaltung der Kundenvorgaben.

Um das volle Potential moderner Datenanalysen auszuschöpfen, müssen Prozessdaten mit Qualitätsdaten zusammengeführt werden. Dies ist nur über eine Rückverfolgbarkeit entlang der Prozesskette möglich. Im Gießprozess bedeutet das eine Verbindung der Daten vom verbauten Fertigteil bis zurück zu den verwendeten Gießkernen und -formen. Auch für die Produktion von sicherheitsrelevanten Bauteilen wird eine Rückverfolgbarkeit immer wichtiger, einerseits aufgrund strenger Vorschriften und andererseits aufgrund hoher Stückzahlen bei Rückrufaktionen, wenn die Rückverfolgbarkeit nur chargenweise oder schichtweise möglich ist.

Die Bauteilrückverfolgung von Gussbauteilen während der Produktion stellt jedoch eine Herausforderung dar. Durch die Vielzahl an unterschiedlichen Belastungen entlang der Prozesskette eines Gussbauteils sind gängige ID-Verfahren hier nicht geeignet. Im Rahmen dieses Projekts entwickeln die LZSiS-Projektpartner der Fraunhofer-Institute IGCV, EMFT und AISEC ein Konzept zur sinnhaften, kostengünstigen und lückenlosen Verknüpfung der Produktionsdaten inklusive der verwendeten Gießkernen und -formen sowie den jeweils herrschenden Umwelt- und Lagebedingugen entlang der gesamten Prozesskette. Dabei wird die Verzahnung von Produktionsteuerung (MES), Qualitätssicherung und Optimierung des Produktionsprozesses auf eine neue Stufe gehoben.

Angedachte Anwendungsbrachen des Projektes sind sowohl die deutsche und europäische Gießereibranche als auch deren Zuliefererbranchen im Anlangen- und Maschinenbau. Im Bereich Kernproduktion, -Transport und -Lagerung müssen ebenfalls Temperatur, Wasserdampf, chemische Dämpfe und starke mechanische Belastungen bedacht werden. Weitere Herausforderungen stellen die Integrität und Oberflächeneigenschaften des Gussbauteils und damit auch der Sandkerne dar. Im Vergleich mit aktuellen Lösungen, die eine chargenbezogene Rückverfolgbarkeit für Fertigprodukte bieten, wird im Rahmen des Projektes eine Rückverfolgbarkeit entlang eines Großteils und eines Sandkernes oder einer Sandform der Gießprozesskette kostengünstig und zuverlässig ermöglicht. Außerdem wurden die Vorteile und Nachteile der Markierungsverfahren am Markt funktionsweise und wirtschaftlich analysiert. Zudem wurde das Zusammenspiel verschiedener Kennzeichnungen und Markierungsverfahren am Markt untergesucht, um die geeignetste Kombination zu identifizieren. Das Projekt eröffnet für nicht nur große Gießereien, sondern auch für kleine oder mittel Unternehmen neue Möglichkeiten in den Bereichen Datenverknüpfung und -auswertung, Prozessoptimierung und Qualitätskontrolle.

Rückverfolgbarkeit entlang der ganzen Prozesskette

Lösung für die komplette Gießprozesskette bis zur verlorenen Form

Erleichterung der Prozessoptimierung

Beschleunigung von Rückrufen

Erhöhung der Prozesstransparenz

Beschleunigung der Fehlerbeseitigung

Einhaltung von Kundenvorgaben