Industrielle Reinigung

Digitalisierung der industriellen Reinigungsprozesse zur Einschätzung der Bauteilverschmutzung und des Sauberkeitszustandes

Digitale Prozessketten für industrielle Reinigungsprozesse

Qualitätsgerechte Führung industrieller Reinigungsprozesse durch Zusatzinformationen digitalisierter Prozessketten

Für eine optimale Prozessführung in der industriellen Bauteilreinigung müssen die Eingangs-, Zustands- und Ausgangsgrößen eines Prozesses bekannt sein. Hier fehlt es bislang an technisch und wirtschaftlich praktikablen Inline-Messtechniken zur Erfassung der Bauteilverschmutzung als Eingangsgröße, so dass Anwender ihre Prozesse erfahrungsbasiert auslegen und fahren müssen. Mangels geeigneter Prüfmerkmale wird die Bauteilsauberkeit als Qualitätskriterium zwischen den Teilnehmern der Prozesskette häufig über Festlegungen zum Reinigungsprozess definiert. Störungen infolge unzureichender Bauteilsauberkeit treten zumeist erst zum Ende der Prozesskette hin auf (Lackhaftungsstörungen, fehlerhafter Klebeverbindungen etc.) und erzeugen dadurch umso höhere Kosten. Infolge dieser Trennung von Ursache und Wirkung lassen sich derartige Störungen nur durch den konsistenten Informationsaustausch entlang der gesamten Prozesskette systematisch identifizieren und ursächlich beseitigen. Zusätzlich zum Einsatz für Bauteilreinigung bestehen weitere Anwendungsgebiete im Bereich der Lebensmittelverarbeitungs- und Verpackungsanlagen.

Das gemeinsame Projekt des Fraunhofer IVV und Fraunhofer AISEC setzt den Fokus auf die Digitalisierung der industriellen Reinigungsprozesse. Im Rahmen dieses Projektes werden kostengünstige, modular skalierbare Lösungen für die Datenerfassung und den sicheren Austausch sensibler Daten entlang der Prozesskette entwickelt. Digitalisierte Informationen aus der Prozesskette werden in einem digitalen Zwillingsmodell miteinander verknüpft. Ständiges Feedback aus Folgeprozessen optimiert die Prozessführung, damit eine bedarfsgerechte, wirtschaftlichere und ressourcenschonendere Bauteilreinigung realisiert werden kann. Die Erfassung der Prozess- und Analysedaten hilft, die Bauteilverschmutzung zu erfassen, den Sauberkeitszustand einzuschätzen und ein automatisches Qualitätsprotokoll zu erstellen.

Sichere industrielle Reinigungsprozesse

Datenerfassung und – austausch

Kostengünstige, modular skalierbare Lösungen für Datenerfassung und -austausch entlang der Prozesskette:

  • Die Ermittlung der Schätzwerte über Eingangsverschmutzung wird durch die Verknüpfung digitalisierter Informationen aus den vorgelagerten Prozessen in einem Modell zur Bauteilverschmutzung ermöglicht

Informationsfluss

Abbildung der Zusammenhänge zwischen (technischen) Ursachen und (wirtschaftlichen) Folgen in der Prozesskette:

  • Die Verknüpfung digitalisierter Informationen aus vorgelagerten Prozessen in einem digitalen Zwillingsmodell ermöglicht die Prozessoptimierung, wodurch die Leistungsfähigkeit erhöht wird und Wettbewerbsvorteile entstehen

Qualitätsmanagement

Systematisches Qualitätsmanagement entlang der ganzen Prozesskette dank des fortlaufenden Qualitätsprotokolls zum Sauberkeitszustand:

  • Eine manipulationssichere Verknüpfung der Prozess- - und Analysedaten mit den Bauteilen ermöglicht die Beschreibung der Prozesshistorie und liefert zusätzlich Prüfmerkmale zur Einschätzung der technischen Sauberkeit